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Förderung der Solarenergie als Teil der Energiewende

In Neues
April 24, 2024
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Solarenergie ist eine zentrale Säule der deutschen Energiewende, die den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen vorsieht. Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im Jahr 2023 wurden bereits mehr als die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Quellen gewonnen.

Nach den Daten der Bundesnetzagentur hat der Solarzubau im vergangenen Jahr eine signifikante Steigerung erfahren, was größtenteils auf private und gewerbliche Anlagen zurückzuführen ist. Um das Ziel von 215 Gigawatt installierter Solarleistung bis 2030 zu erreichen, sind jährliche Zubauten von 19 Gigawatt notwendig.

Vereinfachungen und Förderungen im neuen Solarpaket

Das Solarpaket umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen zur Vereinfachung und Beschleunigung des Ausbaus von Solarenergie. Insbesondere soll die Planung und Umsetzung von Wind- und Solarparks durch Kommunen vereinfacht werden. Auch für Bürgerinnen und Bürger wird die Installation von Balkonsolaranlagen erleichtert: Eine Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur genügt zukünftig, und es sind weniger Daten erforderlich. Zusätzlich dürfen die kleinen Balkonsolaranlagen leistungsfähiger sein.

Die Förderung von sogenanntem Mieterstrom wird ausgeweitet, was bedeutet, dass der vor Ort erzeugte Solarstrom direkt an die Bewohner von Mehrfamilienhäusern geliefert werden kann. Außerdem wird die Installation von Solaranlagen auf gewerblichen Gebäuden und über landwirtschaftlichen Flächen verstärkt gefördert.

Keine neuen Subventionen für private Anlagen

Trotz der breiten Unterstützung für das Solarpaket gibt es auch Kritik, insbesondere bezüglich der fehlenden zusätzlichen Förderung für private Solaranlagen. Die Grünen hatten sich für einen „Resilienz-Bonus“ zur Unterstützung der heimischen Solarindustrie eingesetzt, der jedoch aufgrund des Widerstands der FDP nicht umgesetzt wurde. Bundesfinanzminister Christian Lindner betonte, dass Solarmodule weltweit verfügbar seien und keine Hightech-Technologie darstellten.

Das Solarpaket markiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Energieversorgung, auch wenn einige Aspekte noch kontrovers diskutiert werden.