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Dringender Handlungsbedarf: Netzanschlussprobleme sollen noch dieses Jahr gelöst werden

In Neues
April 16, 2024

Beim heutigen Netzanschlussgipfel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz wurden dringende Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzanschlusses diskutiert. BEE-Präsidentin Simone Peter forderte beim Gipfel eine schnelle Reform der Netzanschlussregeln, um den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht weiter zu behindern.

Kernpunkte der Forderung
Die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) betonte die Notwendigkeit einer effizienteren Nutzung der bestehenden Netzinfrastruktur. Laut einer neuen Studie des BEE, erstellt in Zusammenarbeit mit Fraunhofer IEE und der Kanzlei Becker Büttner Held, könnten bereits kleine Anpassungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine deutliche Verbesserung bringen. Diese Änderungen würden die Integration von Wind- und Photovoltaikanlagen in das bestehende Netz erleichtern, ohne dass umfangreiche neue Infrastrukturen benötigt werden.

Potenzial und Vorteile der Studie
Die Studie zeigt, dass durch die gemeinsame Nutzung von Netzverknüpfungspunkten die Auslastung dieser Punkte erheblich gesteigert werden könnte. Dies würde nicht nur den Bedarf an neu zu bauender Netzinfrastruktur verringern, sondern auch signifikante Kosteneinsparungen ermöglichen und den Redispatch reduzieren. Aktuell ist die Auslastung von Netzverknüpfungspunkten aufgrund rigider Regelungen sehr gering, was zu einer ineffizienten Nutzung führt.

Aufruf zum Handeln
Simone Peter appellierte an die Bundesregierung, die vorgeschlagenen Maßnahmen noch im laufenden Jahr umzusetzen. Bundeswirtschaftsminister Habeck signalisierte bereits Interesse und kündigte an, die Vorschläge eingehend zu prüfen. Die schnelle Umsetzung dieser Verbesserungen könnte eine wesentliche Rolle für das Gelingen der Energiewende spielen und würde ausschließlich positive Effekte für alle Beteiligten mit sich bringen.