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Wuppertal“ leuchtet von den Dächern: Solaranlage auf dem Stadion am Zoo wird zum innovativen Werbeträger

In Neues
März 19, 2024
white and green train on rail tracks

In einer beeindruckenden Demonstration von Nachhaltigkeit und städtischem Stolz wird das Stadion am Zoo in Wuppertal bald eine besondere Attraktion bieten. Pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft wird das Dach der Haupttribüne mit 700 bis 800 Solarmodulen bedeckt sein, die gemeinsam den Schriftzug „Wuppertal“ formen. Diese innovative Nutzung von Solarenergie macht das Stadion zu einem lebendigen Werbeträger, der nicht nur den Namen der Stadt in die Welt trägt, sondern auch einen entscheidenden Schritt in Richtung Klimaneutralität markiert.

Ein langfristiges Kooperationsmodell für die Stadt
Die Idee, die hinter diesem Projekt steht, ist das Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen dem Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW) und den Wuppertaler Stadtwerken (WSW). Beide Parteien arbeiten an der Beschleunigung des Ausbaus von Photovoltaikanlagen. Das besondere an dieser Kooperation: Das GMW stellt Dachflächen zur Verfügung, auf denen die WSW Photovoltaikanlagen errichten und betreiben. Dieses Modell ermöglicht eine sichere Versorgung des Stadions mit grünem Strom zu festen Konditionen, während überschüssige Energie zur Versorgung weiterer städtischer Liegenschaften beiträgt.

Herausforderungen und innovative Lösungen
Die Realisierung der PV-Anlage auf dem denkmalgeschützten Stadiondach erforderte intensive Abstimmungen und kreative Lösungen, insbesondere hinsichtlich der Traglastfähigkeit und der elektrotechnischen Einbindung. Auch eine denkmalrechtliche Genehmigung war notwendig, die eine unauffällige Integration der Solarmodule verlangte. Die vollschwarzen Module werden so angebracht, dass sie parallel zur Dachoberfläche verlaufen und das Stadtbild nicht stören.

Mehr als nur ein Symbol
Die PV-Anlage auf dem Stadiondach soll eine Nennleistung von 350 kWp erreichen und jährlich etwa 300.000 Kilowattstunden Strom erzeugen – genug, um den Jahresbedarf von rund 100 Einfamilienhäusern zu decken. Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Stadt und demonstriert das Potenzial von Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden.

Ein Signal für die Zukunft
Oberbürgermeister Uwe Schneidewind sieht in dem Projekt ein klares Signal für die Zukunft: „Das Stadion am Zoo wird mit seiner Solaranlage nicht nur zum Werbeträger für Wuppertal, sondern auch zum Symbol für unseren Einsatz für die Umwelt und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.“

Mit dieser innovativen Initiative beweist Wuppertal einmal mehr seinen Vorreitergeist in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Das Projekt verdeutlicht, wie moderne Technologien und lokale Partnerschaften dazu beitragen können, den ökologischen Fußabdruck einer Gemeinschaft zu reduzieren und gleichzeitig positive Impulse für das städtische Leben zu setzen.