39 views 2 mins 0 comments

Umfrage offenbart Wissenslücken bei Verbrauchern über Ökostrom

In Neues
Mai 16, 2024
question mark neon signage

Eine von Green Planet Energy in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass viele Verbraucher in Deutschland über wesentliche Aspekte ihres Ökostroms uninformiert sind. Ein Großteil der Kunden kennt beispielsweise nicht einmal die Bedeutung von Herkunftsnachweisen.

Erwartungen vs. Realität beim Ökostrom

Laut der repräsentativen Umfrage, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Civey, haben 78% der Ökostrom-Bezieher die Erwartung, dass ihr Anbieter ausschließlich in erneuerbare Energien investiert. Jedoch ist diese Annahme oft nicht mit der Realität vereinbar, da auch Anbieter konventioneller Energiequellen durch den Erwerb von Herkunftsnachweisen Ökostrom vermarkten können.

Unwissenheit über Herkunftsnachweise

Die Studie enthüllt weiter, dass die Hälfte der befragten Ökostrom-Kunden noch nie etwas von Herkunftsnachweisen gehört hat. Diese Zertifikate erlauben es Anbietern, Strom aus fossilen Quellen als Ökostrom zu verkaufen, solange sie entsprechende Zertifikate besitzen, die grüne Energiequellen aus dem europäischen Raum nachweisen.

Skepsis gegenüber Anbieterangaben

Nur 21% der Befragten halten die Informationen der Stromanbieter zur Herkunft von Ökostrom für glaubwürdig, während 43% diesen Angaben explizit nicht glauben. Dies deutet auf eine erhebliche Skepsis gegenüber den Marketingaussagen der Energieversorger hin.

Ruf nach mehr Transparenz

Eine klare Mehrheit der Kunden fordert mehr Transparenz von den Ökostrom-Anbietern: 76% wünschen sich Offenlegung der Quellen der Herkunftsnachweise und 57% möchten detaillierte Informationen über die Investitionen in erneuerbare Energien. Darüber hinaus erwarten 53% der Kunden Informationen darüber, in welchen Kraftwerken ihr Strom produziert wird.

Forderungen von Green Planet Energy

Sönke Tangermann, Vorstand bei Green Planet Energy, betont die Notwendigkeit einer verbesserten Kennzeichnung von echtem Ökostrom. „Die aktuelle Stromkennzeichnung führt Verbraucher häufig in die Irre. Es ist daher aus Verbraucherschutzgründen dringend notwendig, echten Ökostrom klarer zu kennzeichnen und die werblichen Aussagen strenger zu regulieren.“ Green Planet Energy schlägt vor, dass Stromanbieter verpflichtet werden sollten, ihre Firmenstruktur, die Lieferantenkraftwerke und die Quellen ihrer Herkunftsnachweise transparent zu machen.

Schlussfolgerung

Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass viele Verbraucher über die tatsächlichen Bedingungen ihrer Ökostromprodukte im Unklaren sind. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer transparenteren und verlässlicheren Kommunikation seitens der Ökostrom-Anbieter, um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und eine informierte Entscheidungsfindung zu ermöglichen.