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Sinkende Waferpreise bereiten Herstellern Sorgen

In Neues
Mai 17, 2024

In einem aktuellen Branchenbericht des Dow-Jones-Unternehmens OPIS werden die sinkenden Preise für Wafer in der Photovoltaik-Industrie thematisiert. Dies wirft bei den Herstellern zunehmend Bedenken auf, da die Preisreduktionen ein Überangebot und eine schwache Nachfrage signalisieren.

Druck auf die Photovoltaik-Industrie wächst

Die neuesten Daten von OPIS zeigen, dass die Preise für Mono-Perc-M10 und n-Typ-M10 Wafer aus China diese Woche deutlich gefallen sind, mit einem Rückgang von 2,58 bzw. 8,81 Prozent. Diese Preisentwicklung ist besorgniserregend, da sie eine Verschärfung des Überangebots und eine Abschwächung der Nachfrage auf dem globalen Markt widerspiegelt.

Problematik der hohen Lagerbestände

Aktuell verzeichnet der Markt Wafer-Bestände, die etwa 32 Gigawatt entsprechen – das ist die Produktionskapazität eines halben Monats. Trotz der hohen Bestände haben einige Hersteller ihre Produktionsraten sogar noch erhöht, um OEM-Aufträge zu bedienen. Diese Situation führt zu weiteren Preisdruck auf einem bereits gesättigten Markt.

Die Lage der Waferhersteller

Branchenexperten weisen darauf hin, dass vor allem die Herstellung von Verbrauchsmaterialien für Einkristallwachstumsöfen, wie Graphit-Heizzonenteile und Kohlenstoff-Kohlenstoff-Verbundwerkstoffe, aktuell noch profitabel ist. Jedoch sind auch hier die Preise deutlich gesunken, was die Investitionsbereitschaft der Waferhersteller weiter einschränkt.

Flexibilität der Hersteller

Obwohl die Waferhersteller vergleichsweise flexibel auf Marktveränderungen reagieren können, indem sie ihre Betriebskosten anpassen, ist das langfristige Überleben einiger Fabriken aufgrund des unausgewogenen Angebots- und Nachfrageverhältnisses ungewiss. Es besteht das Risiko, dass weitere Waferfabriken schließen müssen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Ausblick und internationale Entwicklungen

Die Diskussionen auf dem globalen Markt konzentrieren sich zunehmend auf das Potenzial zum Aufbau inländischer Produktionskapazitäten für Module und Zellen in den USA, was die Nachfrage nach Wafern aus Südostasien steigern könnte. Dennoch wird eine signifikante Nachfrage in den USA erst erwartet, wenn die dortigen Zellproduktionsprojekte etabliert sind, was bis zu zwei Jahre dauern kann.

Insgesamt bleibt die Situation im Wafermarkt angespannt, und die Hersteller müssen sich auf weitere Turbulenzen einstellen, während sie gleichzeitig nach Wegen suchen, ihre Produktion und ihre Geschäftsmodelle anzupassen.