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Neue Regelungen zur Anlagenzertifizierung für Photovoltaik-Anlagen in Deutschland in Kraft getreten

In Neues
Mai 17, 2024
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Das Bundeswirtschaftsministerium hat wichtige Neuerungen zur Anlagenzertifizierung für Photovoltaik-Anlagen bekannt gegeben. Die jüngsten Änderungen, die jetzt mit der Veröffentlichung von drei Verordnungen im Bundesgesetzblatt in Kraft treten, vereinfachen das Zertifizierungsverfahren erheblich und senken den administrativen Aufwand für Betreiber.

Bedeutende Erleichterungen für Betreiber von Photovoltaik-Anlagen

Mit den neuen Verordnungen, die Teil des sogenannten Zertifizierungspakets sind, ändert sich das bisherige Zertifizierungsverfahren für Photovoltaik-Anlagen grundlegend. Die wichtigste Änderung betrifft die Anhebung der Schwelle für die Zertifizierungspflicht. Zukünftig müssen nur noch Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 500 Kilowatt und einer Einspeiseleistung von mehr als 270 Kilowatt ein Anlagenzertifikat vorlegen. Bisher lag diese Grenze bei 135 Kilowatt im Niederspannungsnetz.

Einführung eines vereinfachten Nachweisverfahrens

Für Anlagen unterhalb der neuen Schwelle genügt nun ein vereinfachter Nachweis, der hauptsächlich durch Einheiten- und Komponentenzertifikate der Hersteller erbracht werden kann. Dies stellt eine deutliche Reduktion des bürokratischen Aufwands für die Betreiber dar und ermöglicht eine schnellere und effizientere Inbetriebnahme von Photovoltaik-Anlagen.

Digitalisierung und Vereinfachung des Netzanschlussprozesses

Ein zentraler Aspekt des neuen Zertifizierungspakets ist der Aufbau eines verpflichtenden digitalen Registers für Einheiten- und Komponentenzertifikate. Dieses Register wird alle relevanten Daten zu den Zertifikaten, einschließlich ihrer Gültigkeit, speichern und öffentlich zugänglich machen. Netzbetreiber können sich bei der Prüfung der Anlagenzertifikate auf die im Register hinterlegten Informationen verlassen und müssen keine eigenständige Überprüfung mehr durchführen.

Zukünftige Entwicklungen

Die Umsetzung dieser Neuerungen wird von einer „fachlich qualifizierten Stelle“ übernommen, die vom Bundeswirtschaftsministerium noch benannt wird. Diese Stelle wird auch für die Wartung und Aktualisierung des Registers verantwortlich sein, was den Prozess für alle Beteiligten weiter vereinfacht.

Fazit

Die Einführung des neuen Zertifizierungspakets markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Regulierung von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland. Die Neuerungen sollen nicht nur die administrative Last für Anlagenbetreiber verringern, sondern auch den Netzanschlussprozess beschleunigen und effizienter gestalten. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer schnelleren und umfassenderen Integration erneuerbarer Energien in das deutsche Energieversorgungssystem.