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Ministerpräsident Weil fordert beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien

In Neues
Mai 02, 2024

Im Rahmen einer Diskussionsrunde in Hannover äußerte sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zur derzeitigen Entwicklung der Energiewende in seinem Bundesland. Trotz erkennbarer Fortschritte im Bereich der Wind- und Solarenergie erklärte der SPD-Politiker, dass das aktuelle Tempo des Ausbaus nicht ausreicht, um die ambitionierten Ziele Niedersachsens zu erreichen.

Laut Weil wurden im vergangenen Jahr in Niedersachsen 635 Megawatt an neuer Windenergieleistung installiert, während im ersten Quartal 2024 bereits 500 Megawatt erreicht wurden. Dennoch bleibt der Ausbau hinter den jährlichen Zielen von 1.500 Megawatt zusätzlicher Kapazität zurück. Im Bereich der Photovoltaik sieht die Lage ähnlich aus: 2023 wurde ein Zubau von rund 1,4 Gigawatt verzeichnet, aber für das Ziel von 65 Gigawatt bis 2035 müsste jährlich etwa 5 Gigawatt neu installiert werden.

Weil betonte die entscheidende Rolle der Energiewende für den Klimaschutz und die ökonomische Stärke Niedersachsens, insbesondere im ländlichen Raum. Er wies jedoch darauf hin, dass die einzelnen Maßnahmen der Energiewende den Rückhalt der Gesellschaft benötigen. Diese Notwendigkeit der gesellschaftlichen Akzeptanz sieht Weil als eine der Lehren aus den kontroversen Debatten um das Heizungsgesetz des Bundes.

Um die Zustimmung in der Bevölkerung zu stärken, hat die Landesregierung Maßnahmen ergriffen, die eine finanzielle Beteiligung von Anwohnern an den Erträgen neuer Wind- und Solaranlagen vorsehen. Auch die Kommunen sollen von einer sogenannten Akzeptanzabgabe der Betreiber profitieren. Diese Ansätze sollen helfen, die notwendige gesellschaftliche Unterstützung zu sichern und den Weg für einen schnelleren und umfassenderen Ausbau der erneuerbaren Energien in Niedersachsen zu ebnen.