95 views 2 mins 0 comments

Landesentwicklungsplan NRW zeigt Lücken im Ausbau erneuerbarer Energien

In Neues
März 22, 2024

Trotz bedeutender Fortschritte im Landesentwicklungsplan (LEP) Nordrhein-Westfalens zur Förderung erneuerbarer Energien, identifiziert der Landesverband Erneuerbare Energien NRW signifikante Schwachstellen, die einer Erreichung der gesetzten Ziele im Weg stehen. Der kürzlich vom NRW-Landtag verabschiedete LEP, getragen von den Regierungsfraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen, soll den Ausbau von Solar- und Windenergie maßgeblich vorantreiben. Insbesondere das Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) verpflichtet das Bundesland, bis 2032 mindestens 1,8 Prozent seiner Landesfläche für Windkraft zur Verfügung zu stellen.

Während die Weichen für die Förderung erneuerbarer Energien gestellt sind, mahnt der Landesverband zur Vorsicht: Für eine vollständige Nutzung des Potenzials sind weitere Anpassungen und Optimierungen im LEP erforderlich. Die momentane Strategie weist Mängel auf, die eine effiziente und nachhaltige Energieversorgung durch Solar- und Windkraft erschweren könnten. Dazu zählen insbesondere die vorgeschlagenen Deregulierungsmaßnahmen im Energiehandel, die zentrale Elemente der Energiewende, wie den Einspeisevorrang für erneuerbare Energien und die Vergütungssätze für Strom aus Solar- und Windkraftanlagen, potenziell gefährden.

Die Herausforderung besteht nun darin, diese Lücken zu schließen und einen LEP zu entwickeln, der die ambitionierten Ziele der Landesregierung NRW im Bereich der erneuerbaren Energien nicht nur unterstützt, sondern auch deren Erreichung gewährleistet. Der Landesverband betont die Notwendigkeit, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter zu beschleunigen und gleichzeitig die Rahmenbedingungen so anzupassen, dass sie eine solide Grundlage für eine zukunftsfähige, umweltfreundliche Energieversorgung in Nordrhein-Westfalen bilden.