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EWE meldet erfolgreichen Testbetrieb seiner Wasserstoffkaverne in Rüdersdorf

In Neues
Mai 17, 2024
blue solar panel lot

EWE hat den ersten Testzyklus seiner 500 Kubikmeter großen Wasserstoffkaverne im brandenburgischen Rüdersdorf erfolgreich abgeschlossen. Der Test ist Teil des Projekts „HyCAVmobil“, das verschiedene Ein- und Ausspeicherszenarien für Wasserstoff untersucht.

Details zum Testbetrieb

Der erfolgreiche Abschluss der ersten Testphase markiert einen wichtigen Schritt für EWE auf dem Weg zur Nutzung von Wasserstoffspeichern. Über einen Zeitraum von drei Monaten wurde die Kaverne unter langsamen Betriebsbedingungen getestet, um wichtige Daten zu Drücken, Temperaturen und Fließraten des Wasserstoffs zu sammeln. „Das technische System funktionierte gut während des Ein- und Ausspeicherns“, teilte EWE mit.

Qualität und Reinheit des Wasserstoffs

EWE-Projektleiter Hayo Seeba erklärte, dass die Qualität des Wasserstoffs nach der Ausspeicherung nahezu unverändert blieb und eine Reinheit von fast 100 Prozent erreichte. „Auch hat das Gas nur wenig Feuchtigkeit aus dem unterirdischen Hohlraum aufgenommen“, fügte Seeba hinzu. Dies ist entscheidend, da die Reinheit des Wasserstoffs die Effizienz und Sicherheit des Speichersystems beeinflusst.

Zukünftige Tests und Pläne

Nach dem ersten erfolgreichen Test sind weitere zwei Testphasen geplant, die jeweils unterschiedliche Betriebsgeschwindigkeiten untersuchen werden. „Diese Tests sind entscheidend, da zukünftige Wasserstoffspeicher flexibler und schneller arbeiten müssen als heutige Erdgasspeicher“, so Seeba. Die Ergebnisse dieser Tests sollen in einem großtechnischen Speicherprojekt im niedersächsischen Huntorf weiterverwendet werden, das Teil des „Clean Hydrogen Coastline“-Projekts ist.

Europäische Unterstützung und Investitionen

Das „Clean Hydrogen Coastline“-Projekt, zu dem die Wasserstoffkaverne in Rüdersdorf gehört, wurde von der EU-Kommission als europäisches Vorhaben von gemeinsamem Interesse (IPCEI) anerkannt und erhält entsprechende Fördermittel. EWE plant, die Erkenntnisse aus „HyCAVmobil“ zur Weiterentwicklung und Skalierung der Wasserstoffspeichertechnologie zu nutzen.

Fazit

Mit einem Investitionsvolumen von etwa zehn Millionen Euro, wovon 40 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden, zeigt EWE sein Engagement für die Entwicklung einer nachhaltigen und effizienten Wasserstoffspeichertechnologie. Die restliche Finanzierung stammt aus dem „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“, unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.