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Europa setzt auf Atomkraft: Grüne bleiben unbeeindruckt und vertrauen auf sichere Energieversorgung

In Neues
April 04, 2024

Während ein bedeutender Teil Europas und darüber hinaus eine Renaissance der Atomenergie plant, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und energiepolitische Unabhängigkeit zu erlangen, behält Deutschland seine skeptische Haltung gegenüber der Kernkraft bei. Die Entscheidung, den Fokus auf erneuerbare Energien zu legen, wird von der Bundesregierung, insbesondere den Grünen, als zukunftsweisend und ökologisch nachhaltig angesehen. Die Ankündigung, vor allem von Großbritannien, massiv in die Atomindustrie zu investieren, löst in Deutschland keine Kursänderung aus.

Internationale Bekenntnisse zur Atomkraft

Auf dem ersten internationalen Atomenergie-Gipfel in Brüssel, der von Belgiens Premierminister Alexander de Croo in Kooperation mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) veranstaltet wurde, haben sich 32 Länder aus Europa, Asien und Nordamerika zu einer signifikanten Expansion der Atomenergie bekannt. Dieser Schritt wird als essentiell für die Bekämpfung des Klimawandels und als Schlüssel zur Sicherung der energetischen Unabhängigkeit betrachtet. Die „Brüsseler Erklärung“ zielt darauf ab, die Atomkraft bis 2050 zu verdreifachen, ein ehrgeiziges Ziel, das sowohl den Bau neuer Atomkraftwerke als auch die Verlängerung der Laufzeiten bestehender Anlagen einschließt.

Deutschlands grüne Politik bleibt beständig

Trotz der internationalen Bewegung hin zu mehr Atomkraft hält die Bundesregierung Deutschlands, gestützt durch die grüne Politik, am geplanten Ausstieg aus der Kernenergie fest. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) stellt klar, dass der Wiedereinstieg in die Atomkraft aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll sei. Der Fokus liegt auf erneuerbaren Energien, die als kosteneffizienter, sicherer und ökologisch vorteilhafter angesehen werden. Habeck betont zudem die stabile und sichere Energieversorgung in Deutschland, unterstützt durch sinkende Energiepreise.

Kritische Stimmen zu Atomkraft-Plänen

Das Bundesumweltministerium sowie das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) weisen auf wirtschaftliche und sicherheitstechnische Lücken in der internationalen Debatte um Atomkraft hin. Sie argumentieren, dass die Atomkraft ohne umfangreiche Subventionen nicht lebensfähig sei und dass Versicherungsfragen ungelöst bleiben. Der Grünen-Europaabgeordnete Michael Bloss kritisiert den Atomgipfel als Ablenkung und hebt hervor, dass erneuerbare Energien die kostengünstigste und effizienteste Form der Energieerzeugung darstellen.

Fazit: Erneuerbare Energien als Wegbereiter

Während der Atomenergie-Gipfel in Brüssel den Beginn einer neuen Ära der Kernenergie markieren könnte, bleibt Deutschland seinem Kurs treu, die Energiezukunft durch erneuerbare Energien zu gestalten. Diese Entscheidung spiegelt eine tiefgreifende Überzeugung wider, dass der Weg zu einer nachhaltigen, sicheren und unabhängigen Energieversorgung durch den Ausbau von Wind-, Solar- und anderen erneuerbaren Energiequellen führt. Die deutsche Haltung zur Kernenergie ist ein klares Bekenntnis zum Umwelt- und Klimaschutz und unterstreicht die Bedeutung von erneuerbaren Energien als Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Zukunft.