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Bundeswirtschaftsministerium setzt neue Akzente für eine robuste Solarwirtschaft

In Neues
Februar 23, 2024

Am 23. Februar 2024 hat das Bundeswirtschaftsministerium einen neuen Plan zur Stärkung der Solarindustrie in Deutschland und Europa vorgelegt. Die Initiative kommt in einer Zeit, in der die Branche durch die Ankündigung von Meyer Burger, ein Werk aufgrund von Marktdruck zu schließen, in Aufruhr versetzt wurde.

Net Zero Industry Act als Basis für die Förderung
Im Zentrum des Vorhabens steht der sogenannte Net Zero Industry Act der EU, der darauf abzielt, Schlüsselbranchen wie die Solar- und Windkraftbranche voranzubringen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Ausschreibungen für erneuerbare Energien, bei denen zukünftig 30 Prozent aller Projekte Kriterien wie Resilienz und Nachhaltigkeit berücksichtigen sollen. Diese Maßnahme soll die Position Europas in der globalen Energielandschaft stärken und die Abhängigkeit von nicht-europäischen Märkten reduzieren.

Meyer Burger sendet Alarmsignal
Die Entscheidung von Meyer Burger, sein Werk im sächsischen Freiberg zu schließen, hat die Diskussion über die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Solarindustrie neu entfacht. Das Schweizer Unternehmen hat chinesische Firmen beschuldigt, durch Dumpingpreise den Markt zu verzerren und bereitet nun eine Verlagerung der Produktion in die USA vor. Diese Entwicklung zeigt deutlich die Notwendigkeit auf, die europäische Solarindustrie zu unterstützen und zu schützen.

Exportkreditgarantie als konkrete Unterstützungsmaßnahme
Als direkte Reaktion auf die Herausforderungen in der Branche hat das Wirtschaftsministerium eine Exportkreditgarantie für den Maschinenbau im Zusammenhang mit dem Aufbau einer Solarmodulproduktion in den USA in Aussicht gestellt. Diese Maßnahme ermöglicht nicht nur den Weiterbetrieb des Meyer-Burger-Standorts Hohenstein-Ernstthal in Sachsen, sondern stärkt auch die Position deutscher Unternehmen im internationalen Wettbewerb.

Zwischen Herausforderung und Chance
Die aktuellen Entwicklungen in der Solarindustrie werfen ein Schlaglicht auf die komplexen Herausforderungen, mit denen sich europäische Produzenten konfrontiert sehen. Zugleich bieten sie jedoch auch eine Chance, durch gezielte politische und wirtschaftliche Maßnahmen die Weichen für eine nachhaltige und resiliente Energiezukunft zu stellen. Die Bemühungen des Bundeswirtschaftsministeriums sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung und signalisieren das Engagement der Bundesregierung, die Energiewende aktiv zu gestalten und zu unterstützen.