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Agrarsubventionen der EU: Ein klimaschädliches Fördersystem

In Neues
April 04, 2024
cows, cattle, calves

Die aktuelle Fördersituation in der Europäischen Union begünstigt in hohem Maße die Tierhaltung und trägt damit wesentlich zu Klima- und Umweltproblemen bei. Laut einer niederländischen Studie fließen mehr als 80 Prozent der EU-Agrarsubventionen in die Produktion tierischer Lebensmittel, obwohl diese einen disproportionalen Anteil an Treibhausgasemissionen verursachen. Die Studie, die sich auf Daten aus dem Jahr 2013 stützt, offenbart eine strukturelle Schieflage in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU, die bis heute anhält.

Strukturelle Probleme der GAP

Ein Großteil der GAP-Fördermittel wird über Flächenprämien verteilt, was größere Betriebe begünstigt und kleinere benachteiligt. Dieses System fördert nicht nur ineffiziente und umweltschädliche Anbaumethoden, sondern vernachlässigt auch Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität und des Klimas. Die intensive Tierhaltung, die durch die GAP massiv subventioniert wird, ist nicht nur ein Treiber der Klimakrise, sondern auch ineffizient im Hinblick auf die Nutzung von Ressourcen wie Land und Wasser.

Die Umwelt- und Klimakosten der Tierhaltung

Tierische Produkte sind verantwortlich für den überwiegenden Teil der Treibhausgasemissionen in der EU-Lebensmittelproduktion. Die Studie macht deutlich, dass eine Reduktion der Tierhaltung notwendig ist, um die Klimaziele von Paris zu erreichen. Der hohe Fleischkonsum in Ländern wie Deutschland, der weit über den ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen liegt, unterstreicht die Dringlichkeit einer Umstellung auf eine nachhaltigere Ernährungsweise.

Der Weg zu einer nachhaltigeren Agrarpolitik

Es ist an der Zeit, dass die EU ihre Agrarsubventionen neu ausrichtet und nachhaltige, pflanzliche Lebensmittelproduktion fördert. Der Anbau von Hülsenfrüchten und Gemüse muss priorisiert werden, um eine gesunde Ernährung für Menschen, eine geringere Belastung für das Klima und eine Schonung unserer Umweltressourcen zu gewährleisten. Die aktuelle Förderpolitik unterstützt jedoch das Gegenteil: Eine Landwirtschaft, die klima- und umweltschädlich ist und die Gesundheit der Menschen vernachlässigt.

Fazit

Die EU steht vor der Herausforderung, ihre Agrarpolitik grundlegend zu reformieren, um den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden. Die Förderung einer nachhaltigen, pflanzenbasierten Landwirtschaft ist ein entscheidender Schritt, um die Klimakrise zu bekämpfen und eine gesunde Zukunft für alle Europäerinnen und Europäer zu sichern.